Vortrag

"Mehr Mut als Kleider im Gepäck - Reisende Frauen im 19. Jahrhundert "

Der Vortrag rekurriert auf frauenspezifischer Reisekulturforschung und zeigt mutige Frauen, die sich den herkömmlichen Konventionen widersetzten und Reisen als Chance einer selbstbestimmten Lebensführung begriffen. Entschlossen meisterten sie die Schwierigkeiten, verzichteten auf Komfort und sperriges Gepäck, waren anspruchslos in ihrer Ernährung und entwickelten einen eigenen, die Bewegungsfreiheit nicht einengenden Kleidungsstil. Einige bereisten Gebiete, die vor ihnen kein Europäer je betreten hatte und schockierten mit ihrem Auftreten die Zeitgenossen.

Depressionen im Alter

Es gibt keine "Altersdepression" im engeren Sinn, aber Depressionen in jedem Lebensabschnitt in etwa gleicher Häufigkeit. Darüberhinaus sind Symptome und Verlauf in jeder Lebensphase ähnlich. 

Allerdings werden Depressionen bei Älteren zu wenig beachtet und zu selten behandelt. Das liegt einerseits daran, dass eine Depression häufig, im Gegensatz zu körperlichen Krankheiten, nicht ernst genommen wird und gesellschaftlich betrachtet ein schlechtes Image hat.

Sichere Geburten? – Was die Ökonomisierung der Geburtshilfe für Schwangere bedeutet

In der Öffentlichkeit und in der Politik wird viel über die Situation der Hebammen diskutiert. Das Geburts-hilfesystem ist durch die Ökonomisierung des Gesundheitssystems in einem tiefgreifenden Wandel, der aber nicht nur die Hebammen, sondern vor allem auch die schwangeren Frauen heute und in Zukunft betrifft. Kreißsäle werden geschlossen, in manchen Regionen finden Schwangere keine Hebamme mehr, in Kliniken müssen viele Hebammen drei oder mehr Gebärende gleichzeitig betreuen, die Zahl der geburtsmedizinischen Interventionen (z.B. Kaiser-schnittte) steigt stetig an.

Schönheit vor unserer Haustür: Die „Wetterauer Hutungen“ – Mehr als ein Naturschutzprojekt

Die »Wetterauer Hutungen«, liegen am nordöstlichen Rand eines intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiets. Hier, am Übergang zum Vogelsberg, beginnen die Hanglagen mit mageren extensiven Böden und Basaltkuppen. Seit den 1960er Jahren wurde ihre Bewirtschaftung vernachlässigt, da sie sich nicht mehr lohnte. Die Flächen begannen zu verbuschen, der ökologisch wertvolle Magerrasen verschwand unter Schwarzdorn und anderen wuchernden Buscharten.

Refugee Law Clinic (RLC) - ein praxisorientiertes Ausbildungsprojekt an der JLU stellt sich vor.

An der Gießener Universität können sich Studierende im Asyl- und Aufenthaltsrecht ausbilden lassen, um anschließend selbständig Geflüchtete zu beraten.
Das Ausbildungsprogramm mit dem Namen Refugee Law Clinic (RLC) vermittelt zunächst fundierte theoretische Kenntnisse. Hospitationen in Beratungsstellen und die Zusammenarbeit mit Praktiker*innen schließen sich an, bevor die Studierenden dann nach sorgfältiger Ausbildung selbständig Beratungen zum Asylverfahren in Form von Infoveranstaltungen und Einzelberatungen anbieten können.

The Keller Theatre: Das 60. Jahr

Das älteste englischsprachige Theater in Deutschland wurde 1958 als amerikanisches community theater gegründet und wird nun seit 10 Jahren durch den Verein „friends of the Keller Theatre“ in der Kulturstadt an der Lahn weiter geführt.

Was, wie und wo haben wir gespielt? Was hat sich in all den Jahren (nicht) geändert? Wie kann ein Laientheater überhaupt existieren und wer macht mit?

Dazu gibt es Erläuterungen auf Deutsch mit Bildern und heiteren Anekdoten

Helge Pross (1927 – 1984) – eine vergessene Soziologin?

Im Jahr 2011 wurde der Bronzekopf von Helge Pross vor dem Neuen Schloß in Gießen enthüllt. Helge Pross war in Gießen die erste Soziologieprofessorin und baute hier ab 1965 das soziologische Institut auf. In ihrer Forschungstätigkeit fokussierte sie soziale Gruppen, die bis dahin eher unbeachtet blieben: Sie untersuchte u.a. die Chancen von Mädchen im Bildungssystem, die Lebenssituation von Hausfrauen und die Geschlechterverhältnisse im Erwerbsleben.

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