Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland

Als größte Menschenrechtsverletzung auf der Welt bezeichnete Irma Bergknecht von TERRE DES FEMMES die immer noch vor allem in afrikanischen Ländern wie Somalia, Eritrea, Äthiopien, Mali und auch Ägypten praktizierte Genitalverstümmelung von Frauen, genauer von Mädchen, meist schon im Kindesalter. Die Zahl weltweit wird auf 200 Millionen geschätzt, die in Europa auf 500.000.  Aber auch in Deutschland gehen Schätzungen davon aus, dass ca. 50.000 Frauen betroffen sind und ca. 5000 Mädchen gefährdet sind. Diese werden oft für diese grausame Prozedur in ihr Heimatland gebracht. Große Erfolge konnte TERRE DES FEMMES in Burkina Faso und Sierra Leone verzeichnen. Dort ist es gelungen, auch in der Praxis die Zahl der Beschneidungen stark zu minimieren. Hingewiesen wurde auch darauf, dass viele Frauen, die nach Deutschland flüchten, oft nicht wissen, dass der Nachweis einer Beschneidung für die Anerkennung im Rahmen des Asylverfahrens entscheidend sein kann.
Einig waren sich die zahlreichen Zuhörerinnen darin, dass unsere Solidarität mit dem Kampf gegen diese Menschenrechtsverletzung gefordert ist.