Toni Matthes beim Brunch zum Thema "Upcycling – aus alt mach neu".

Stimmt das wirklich? 118 Kleidungsstücke hat frau durchschnittlich in ihrem Kleiderschrank. Diese Mitteilung von Toni Matthes, Sprecherin des Gießener Textilbündnisses, wurde von den überraschend vielen anwesenden Frauen zunächst mit ungläubigem Lachen quittiert.  Was dann folgte, brachte aber alle zum Staunen. Taschen aus Herrenhemden. Flaschenhüllen aus den Ärmeln derselben, T-Shirts als Taschen oder plötzlich nach ein paar Schnitten mit der Schere mit Gittermuster am Rücken oder Fransen am unteren Ende. Schallendes Gelächter löste allerdings eine in Gedichtform und mit Zeichnungen versehene Upcyclinganweisung aus den 20er Jahren aus, die beschreibt, was man aus einer langen Herrenunterhose alles machen kann, vom BH bis zum "Seifenlappen". Was aber von allen verstanden wurde, ist die Tatsache, dass beim Upcycling im Gegensatz zum Recycling kein weiterer Ressourcenverbrauch (Transportkosten, Elektrizität, komplizierte Umwandlungsprozesse usw.)  nötig ist. Und nicht nur von einigen, sondern von vielen Frauen wurde der Wunsch geäußert, im Frauenkulturzentrum einen Workshop mit Toni Matthes anzubieten, bei dem jede ganz praktisch lernen und erfahren kann, was man alles aus einigen der im Schrank hängenden Kleidungsstücke noch machen kann.