Die AfD und die Frauen

Hochkonzentriertes Zuhören, ein starker Applaus und eine anschließend sehr rege Diskussion zeichneten den sehr gut besuchten Junibrunch aus.
Ausgerichtet von der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) informierte die Politikwissenschaftlerin Dr. Alexandra Kurth über die "Neue Rechte" und deren 100seitiges Programm.
Besonders im Fokus standen die Aussagen zur Familien- und Frauenpolitik. Das Ergebnis: Eine Rolle rückwärts und einfach vergessen, was Frauen in den letzten 30 Jahren erkämpft haben. Individuelle Selbstbestimmung war gestern. Der Mensch ist teil eines Volkskörpers und hat innerhalb dieses Gefüges seine Pflicht zu erfüllen. Für die Frau heißt das, mehr deutsche Kinder. Im Programm enthalten auch die Forderung,  Studiengänge zur Genderforschung zu streichen, ihnen wird die Wissenschaftlichkeit abgesprochen. Studentische Paare, die nach ihrem Studium heiraten und Kinder bekommen, sollen ihr BAFÖG nicht zurück zahlen müssen und die Rückzahlung von Darlehen des Staates für junge Paare reduziert sich, je mehr Kinder ein Paar bekommt. Das und vieles andere mehr ist im AfD-Programm zu lesen. Vielleicht lohnt es sich, jenseits der Angriffe auf Zuwanderung und Islam , auch dies einmal zur Kenntnis zu nehmen.